Der Ring ist generell ein Symbol für die Ewigkeit und gerade der Ehering symbolisiert hier die Unauflösbarkeit der Ehe. Der Hintergrund liegt darin, dass ein Ring eben weder über einen Anfang noch über ein Ende verfügt.
Die besondere Symbolik beim Ehering
Sind irgendwo Eheringe dargestellt, so finden sich diese immer in verschlungener Weise. Eheringe sind somit untrennbar und diese Verbindung kann nur aufgelöst werden, wenn einer der Ringe zerbricht. Genauso wird auch der Pfarrer oder der Priester die Ehe segnen, nämlich mit dem Trauspruch „bis dass der Tod euch scheidet”.
Der Ehering hat lange Tradition
Schon im alten Rom und in Ägypten war der Ehering üblich und wurde am vierten Finger der linken Hand getragen. Bis heute hat sich in einigen Ländern der Brauch gehalten, den Ehering an der linken Hand zu tragen, denn schon gemäß dem damaligen Glauben hat dieser Ring eine direkte Verbindung zum Herzen, dorthin, wo die Liebe beheimatet ist. In südeuropäischen Ländern und auch in den USA wird auch heute noch der Ehering traditionell an der linken Hand getragen. In der Antike war der Trauring übrigens nur für die Frauen üblich und lediglich sie trugen den damals eisernen Ring als Zeichen dafür, dass sie vergeben waren und für die Ehe auch die entsprechende Mitgift eingebracht hatten. Archäologen konnten bei Ausgrabungen Ringe mit Inschriften „Du bist meiner Liebe Pfand” finden.
Die Inschrift als Tradition blieb
Während die Hand für den Ehering bei uns in Deutschland inzwischen traditionell die rechte ist, blieb jedoch die Inschrift für den Ehering erhalten. Allerdings sind es heute und hier eher Namen des Ehepartners und Eheschließungsdatum, die in die Ringe eingraviert werden. Zudem tragen hier beide Ehepartner den Ehering als Symbol für ihre Ehe.
Der Ehering ist auch religiös bedeutsam
Im Christentum gilt der Ehering zudem als ein Symbol für die Verbundenheit und die Liebe zu Gott und so war es im Jahre 850 Papst Nikolaus, der den Ehering stark als Symbol für die Liebe zu Gott hervorhob. Bis heute ist es in einigen Klöstern üblich, dass die Nonnen einen Ehering tragen, um mit diesem ihre Verbindung zu Gott offen zu zeigen, ohne allerdings jemals eine Ehe im irdischen Sinne eingegangen zu sein. Erst das 13. Jahrhundert brachte den Ehering als festen Bestandteil innerhalb einer Eheschließung mit sich. Während Christen ihren Trauring in der Zeremonie gesegnet bekommen und dort gegenseitig anstecken, um ihn dann dauerhaft zutragen, ist es in der jüdischen Religion üblich, dass der Trauring dort nur während der Trauungszeremonie von der Braut angesteckt und getragen wird, ansonsten aber im Alltag nicht mehr getragen wird.
Geschichten um den Ehering
Der Glaube sagt, dass dann, wenn ein Trauring zerbricht oder verloren geht, auch die Liebe früher oder später ein Ende findet. Streift die Braut dem Mann den Ring mühelos über, hat er das Sagen in der Ehe, geht das Überstreifen nur schwierig, dann trägt die Frau in der Ehe die Hosen. Dies sind einige der Mythen, die sich um den Trauring ranken.
